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Erstausstattung: Was braucht mein Baby?

Text: Marina Schröder-Heidtmann Foto: Kristina Paukshtite from Pexels

Schicke Kinderwagen, Nachtlichter oder Badewannensitze: Für das Leben mit einem Baby gibt es nahezu alles zu kaufen. Doch was braucht mein Baby wirklich, fragen sich viele von uns als werdende Eltern, wenn sie sich der Fülle an Angeboten gegenüber sehen. Wir vom DRK-Elterncampus haben eine Kursleiterin und erfahrene Eltern befragt. Das Ergebnis ist eine praktische Liste mit Tipps.

Babys sind bescheiden ...

Wenn wir ein Baby erwarten, möchten wir gut vorbereitet sein. Unserem Wonneproppen soll es an nichts fehlen, er soll es schön haben. Voller Vorfreude hätten wir für unseren Nachwuchs am liebsten gar das Beste vom Besten. „Doch eigentlich braucht ein Baby nicht viel“, verrät DRK-Kursleiterin Carolin Gebert. Theoretisch benötigen Babys im ersten Jahr nicht einmal ein eigenes Zimmer und Möbel, sie sind ohnehin am liebsten bei Mama und Papa. „Am wichtigsten sind achtsame, liebende Eltern, angemessene Kleidung und natürlich die Versorgung mit Nahrung“, sagt die Expertin. Ein paar Dinge jedoch sind unverzichtbar.

Must-haves für den Alltag mit Baby

  • Kleidung: Weil es zu Babys Bekleidung viel zu erzählen gibt, haben wir dazu einen gesonderten Beitrag für euch.

  • Autokindersitz: Carolin Gebert rät, gebrauchte Babyschalen nur von sehr guten Bekannten zu übernehmen, um sichergehen zu können, dass sie nicht durch einen Unfall beschädigt sind. „Auch sollten Kindersitze nicht älter als 5 bis 8 Jahre sein, denn der Kunststoff kann mit der Zeit porös werden und brechen.“

  • Beistellbett: Im Bettchen nah am Elternbett fühlt sich ein Baby sicherer. Aber es ist auch praktisch: Eltern können ein kleines Nervenbündel nachts schnell beruhigen und stillende Mütter brauchen ihre Kinder nur zu sich rüber holen.

  • Schlafsäcke: Sie sind sicherer als Decken und können nicht wegrutschen. Am besten man hat wenigstens zwei, falls die Windel einmal ausläuft. Es gibt dünne Sommermodelle und Wintervarianten mit Ärmeln.

  • Thermometer: Neben einem Fieberthermometer braucht ihr ein Thermometer für das Badewasser. Die optimale Badetemperatur für ein Baby liegt bei 37 °C und das erste Bad ist dran, nachdem der Nabel verheilt ist.

  • Kinderwagen: Es gibt eine riesige Auswahl an Modellen und beim Preis gibt es nach oben kaum Grenzen. Die von uns befragten Eltern empfehlen vielfach gebrauchte Kinderwagen. „Weil wir in der Großstadt gewohnt haben, war es uns wichtig, den Wagen auf kleinem Raum navigieren zu können, ganz abgesehen von guten Schadstoffwerten,“ sagt Mutter Maria Schneider. „Weil wir den Neupreis nicht bezahlen wollten, haben wir unser Wahlmodell gebraucht gekauft. Das war die beste Entscheidung. So war ich auch gelassen, als es später Kleckereien gab – bei beiden Kindern.“ Dreifachvater Matthias Schlender plädiert für den Praxiswert: „Beim Kinderwagen würde ich den Schnick-Schnack weglassen und einen kaufen, der langfristig gut funktioniert – etwa eine gute Buggyfunktion hat. Schließlich braucht man den Liegeeinsatz nicht lang.“ Auch der Adapter für den Kinderautositz bringt Eltern große Erleichterung. „Ist das Kind im Auto eingeschlafen, muss man nicht alles tragen, man kann bequem und sicher mit Babyschale auf dem Wagen seine Erledigungen machen. Das haben wir am Anfang oft genutzt“, erzählt Anja Schlender, Mutter von 1,5 Jährigen Zwillingen und eines 9-jährigen Sohnes.

  • Windeln: Neben Einmalwindeln gibt es eine Vielzahl guter Stoffwindeln als langlebige Variante. Ansonsten heißt es: Ausprobieren, was für euer Baby am besten passt. „Ich würde empfehlen, gleich nach der Geburt mehrere Windelsorten zu testen“, sagt Rosa Ziegler, Mutter eines dreimonatigen Sohnes, zum Thema Einwegwindeln. „Die erste Marke ist bei uns ständig ausgelaufen. Wenn man also andere Eltern kennt, von denen man sich ein paar Windeln abgeben lassen kann, sollte man das tun. Aber es lohnt auch, verschiedene Sorten zu kaufen.“ Ganz gleich, welche Windel ihr nutzt, insbesondere am Anfang ist es gut, auf Feuchttücher zu verzichten. Warmes Wasser ist die natürliche Alternative.

  • ein sicherer Ort zum Ablegen (am Tag): Er gehört nicht per se zur Ausstattung, ist aber schon frühzeitig einen Gedanken wert. Es gibt verschiedene Wege, einen behüteten Ort zu schaffen. Was passt am besten zu euch? Mutter Anja Schlender erzählt: „Wir haben von Anfang an ein Laufgitter hingestellt, dass unsere Zwillinge ein bisschen erhöht bei uns liegen können. Gerade wenn man Haustiere hat oder kleine Kinder ist es besser, wenn das Baby in einem geschützten, sauberen Bereich liegt. Im Laufgitter sind Babys auch sicher, wenn man mal zur Toilette muss oder einfach mal etwas im Haushalt erledigt.“ Rosa Ziegler hat ihr Beistellbett zum Stubenwagen umfunktioniert. „Unser Bett hat Rollen und eine vierte Wand. Dadurch können wir es durch die Wohnung rollen und das hilft uns allen sehr. Unser Sohn ist beruhigt, dass wir in der Nähe sind und wir können etwas Hausarbeit machen oder essen. Außerdem schläft er beim Hin-und Her-Rollen manchmal ein.“

  • Baumwolltücher: „Molton-Tücher in rauen Mengen sind eine echte Erleichterung“, sagt Rosa Ziegler. „Ich nehme sie als Stillunterlage, gerade wenn ich im Liegen stille. Für Kleinigkeiten wie Sabber-Abwischen haben sich kleinere Tücher von 40 x 40 cm besser bewährt.“

  • Babyfon: Besonders praktisch, wenn Babys Schlafplatz nicht gleich im Nachbarzimmer ist oder Eltern sich in Ruhe anderen, gegebenenfalls geräuschvolleren, Dingen widmen wollen.

  • Steckdosenschutz: „Die Steckdosen kindersicher zu machen, ist absolut wichtig“, sagt Vater Matthias Schlender. „Die Kinder gehen da wirklich ran.“ Es ist zwar erst im Krabbelalter notwendig, aber es schon vor der Geburt zu erledigen, kann nicht schaden.

Mit Spielzeug und Stofftieren zurückhalten

Viele Dinge der Baby-Erstausstattung sind auch gebraucht noch in sehr gutem Zustand erhältlich. Das ist nicht nur preiswerter, sondern auch nachhaltig. Zurückhalten sollte man sich beim Kauf von Spielzeug und Kuscheltieren, rät DRK-Kursleiterin Carolin Gebert. „Davon bekommen Eltern häufig viel geschenkt.“ Auch bei Babypflegeprodukten ist Sparsamkeit angesagt, denn eigentlich braucht ihr gar nicht viel.

Mit den aufgeführten Dingen habt ihr einen Grundstock für einen guten Start. Doch euer gemeinsames Leben gleicht keiner anderen Familie – möglicherweise benötigt ihr von einigen Dingen mehr oder weniger. Oder ihr braucht zusätzlich noch etwas anderes. Was für eure Situation am besten passt, werdet ihr – auch mit Hilfe eurer Hebamme – mit der Zeit feststellen.

Wir vom DRK-Elterncampus-Team wünschen euch einen guten Start!

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