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Beikost einführen: So erkennst du den richtigen Zeitpunkt

Text: Marina Schröder-Heidtmann Foto: amsw photography from Pexels

Das erste Essen eines Babys ist ein besonderes Ereignis im Leben junger Eltern – und natürlich des Babys selbst. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt dafür? Woran erkennen wir, ob unser Baby für die „erste Mahlzeit“ bereit ist? Hebamme Lydia Latta gibt Aufschluss.

Essen für die Neugier

Am Anfang stillen Babys mit der Beikost weniger ihren Hunger als ihre Neugier. „Es geht zunächst nicht um das Ersetzen der Mutter- oder Pre-Milch, sie bleibt im gesamten ersten Lebensjahr die wichtigste Nährstoffquelle für ein Baby“, sagt Lydia Latta. Muttermilch kommt bei der Einführung „fester“ Nahrung eine wichtige Aufgabe zu. Sie gibt immunologischen Schutz gegen Allergene, fördert also die Verträglichkeit von Gluten und Co. So empfehlen Hebammen das Stillen auch im zweiten Lebensjahr.

Anzeichen, dass ein Baby für Beikost bereit ist

Empfehlenswert sei es, sagt Lydia Latta, einem Baby frühestens ab dem fünften und spätestens im siebten Lebensmonat Beikost anzubieten. Schaut man genau hin, gibt es einige Anzeichen, die dafür sprechen, dass ein Kind reif ist für die Beikost. Diese Anzeichen gelten für alle Kinder, auch bei Allergien in der Familie, betont die Hebamme: „Grundsätzlich ist es bei der Beikost-Einführung nicht notwendig, einen Unterschied zwischen Kindern mit und ohne Allergieanfälligkeit zu machen.“

Zeigt euer Baby bereits einige der folgenden Anzeichen?

  • Aufrecht sitzen können: „Ein Baby sollte mit etwas Unterstützung im unteren Rücken aus eigener Kraft aufrecht Sitzen können“, sagt Hebamme Lydia Latta. „So kann es sicher schlucken. Schließlich hängt die Muskelreife im Magen-Darm-Trakt mit der Grobmotorik zusammen.“

  • Rotieren des Oberkörpers: Das Baby sollte mit dem Oberkörper nach links und rechts rotieren können. Die Muskeln sind dann ausreichend ausgebildet.

  • Dein Baby sollte keinen Zungenstreckreflex mehr aufweisen. Löffel oder Nahrung werden sonst wieder herausgeschoben.

  • Kauen: Selbst wenn es am Anfang ausschließlich Brei geben sollte, ist es Voraussetzung, dass euer Baby Bereitschaft zum Kauen zeigt.

  • „Ein Baby sollte selbstständig Nahrung nehmen und in Mund stecken können“, betont Lydia Latta, „denn die manuelle Feinmotorik steht in engem Zusammenhang mit der Fähigkeit zur koordinierten Mund- und Gesichtsbewegung“.

  • Wichtig für die Kommunikation mit euch als Eltern ist, dass euer Baby zeigen kann, wenn es satt ist oder einfach gerade nicht essen möchte. Es dreht sich dann beispielsweise weg oder behält den Mund zu. Eure Aufgabe ist es, auf diese Zeichen zu achten.

  • deutliches Interesse am Essen: Greift euer Baby am Familientisch nach eurem Essen, nach einem Löffel oder schmatzt gar schon mit, wird es vielleicht langsam Zeit die Beikost einzuführen.

Geduld und ein vielfältiger Speiseplan zahlen sich aus

Lydia Latta rät, jede Woche mindestens ein neues Lebensmittel einzuführen. „Je abwechslungsreicher der Speiseplan, desto besser nehmen Kinder verschiedenste Geschmäcker auch später an“, sagt die Expertin. Selbst zu kochen hilft dabei, die vielfältigen Aromen zu unterscheiden.

Sollte euer Baby neue Lebensmittel nicht sofort annehmen, ist das kein Grund zu Sorge. „Häufig müssen wir Neues 10 bis 16 mal anbieten, bevor ein Kind es annimmt“, gibt Lydia Latta Einblick. „Die Angst vor Neuem ist ganz natürlich. Sie ist am geringsten ausgeprägt, wenn ein Kind sechs Monate alt ist, ab circa 18 Monaten bis zum achten Lebensjahr wird sie wieder stärker.“ Essen soll Spaß machen. Deshalb versucht, Druck, Zwang oder Hektik am Familientisch außen vor zu lassen. „Das Kind bestimmt die Zeit, das Tempo und die Menge“, sagt Lydia Latta.

Viel Freude beim Einführen der Beikost wünscht das DRK-Elterncampus-Team.

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